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Montag, 12. Januar 2004

Urteile

BGH: Zahnarzt darf im WWW werben

Auf ein neues Urteil des BGH, das die Werbung eines Zahnarztes im WWW als nicht standeswidrig beurteilt, weist heute ein Artikel im M-E-X-Blog hin und verweist weiter zu einer entsprechenden Meldung des "Handelsblatt". Beide Quellen geben weder Aktenzeichen noch eine sonstige Fundstelle an, eine Recherche in der Datenbank des BGH führt aber sicher zum Urteil I ZR 167/01 vom 9. Oktober 2003.

Bemerkenswert an der Entscheidung ist vor allem, dass der BGH ausdrücklich darauf hinweist, dass werbende Websites standesrechtlich weniger streng zu beurteilen sind als z.B. Anzeigenwerbung. Internetangebote "präsentieren sich dem Leser - anders als Anzeigen in Zeitungen und Zeitschriften - nicht ungefragt, sondern werden als passive Darstellungsplattform in der Regel von interessierten Personen, die bestimmte Informationen suchen, ausgewählt", so das Gericht.

Diese Einschätzung zeigt, dass der WWW-Auftritt gerade für Freiberufler eine wichtige Angelegenheit ist. Rechtlich, weil er darin verhältnismäßig ungestört werben darf, faktisch, weil er damit gezielt Leser erreicht, die an seinen Angeboten auch interessiert sind. Klar ist, dass das Urteil nur über übliche WWW-Auftritte etwas sagen kann. Spam - sei es per E-Mail oder durch das Fluten von Suchmaschinen mit Stichwörtern - präsentiert sich bekanntlich äußerst ungefragt völlig uninterresierten Lesern.

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