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Mittwoch, 21. Juli 2004

Sonstiges

Niedersicherheitsknast

Hochsicherheitsgefängnisse sind jedem bekannt, der einigermaßen aufmerksam die Berichterstattung über wichtige Strafprozesse verfolgt. Zumindest im US-Bundesstaat Tennessee gibt es offenbar auch Haftanstalten mit ganz besonders geringen Sicherheitsvorkehrungen, wie ein Bericht des Spiegel online zeigt. Dort sind neulich einige Häftlinge zum Bierholen in den nächsten Supermarkt gegangen. Kein großes Kunststück, wenn die Wärter vergessen, die Zellen abzuschließen, die Alarmanlage kaputt ist und der Zaun Löcher hat. Obwohl die Gefangenen freiwillig (zum Biertrinken)zurückkamen, sind sie nun wegen ihres "Ausbruchs" angeklagt worden. In den USA ist der nämlich als solcher strafbar. Hierzulande blieben die trinkfreudigen Knackis straffrei: Nur der gewaltsame Ausbruch oder etwa das Beschädigen von Gitterstäben stehen in Deutschland unter Strafe.

Kommentare

Von Mark Obrembalski

Gut zu wissen

Sollte ich also mal aus einem Knast ausbrechen, so werde ich die Anstaltskleidung baldmöglichst der Justizverwaltung zuschicken.


Von Alexander Hartmann

Ergänzung

Strafbarkeit kann sich auch ergeben, wenn der Häftling unvorsichtigerweise die Anstaltskleidung oder einen Schlüssel mitnimmt (Diebstahl) oder - verständlich - wenn er einen Wärter "besänftigt". So wird der straflose Ausbruch häufig über diese "notwendigen Begleittaten" doch noch strafbar ...


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