der
winkelschreiber

Testversion 0.31

Freitag, 23. Januar 2004

Obfuscated Law

§ 34 I EStG - Außerordentliche Einkünfte

Ein Musterbeispiel für Recht, wie es nicht aussehen sollte, liefert § 34 I S. 1-3 im Einkommensteuergesetz:

Sind in dem zu versteuernden Einkommen außerordentliche Einkünfte enthalten, so ist die auf alle im Veranlagungszeitraum bezogenen außerordentlichen Einkünfte entfallende Einkommensteuer nach den Sätzen 2 bis 4 zu berechnen. Die für die außerordentlichen Einkünfte anzusetzende Einkommensteuer beträgt das Fünffache des Unterschiedsbetrags zwischen der Einkommensteuer für das um diese Einkünfte verminderte zu versteuernde Einkommen (verbleibendes zu versteuerndes Einkommen) und der Einkommensteuer für das verbleibende zu versteuernde Einkommen zuzüglich eines Fünftels dieser Einkünfte. Ist das verbleibende zu versteuernde Einkommen negativ und das zu versteuernde Einkommen positiv, so beträgt die Einkommensteuer das Fünffache der auf ein Fünftel des zu versteuernden Einkommens entfallenden Einkommensteuer.

So was macht das Einkommensteuerrecht kompliziert. Nicht die Steuerprogression, auf die sich so mancher Oppositionspolitiker derzeit stürzt.

Kommentare

Von Till Wollheim

RICHTIG! Prügelstrafe her!

Für Verfasser solch debiler Gesetzestexte kann man sich wirklich nur noch die Prügelstrafe als wirksame Abschreckung vorstellen!
Diesen ganzen Absatz könnte man nämlich auch so formulieren:

Außerordentliche Einkommen werden pauschal mit 20% versteuert.

Gruß
Till


Kommentar eingeben

Verfasser: (bitte echten Namen angeben)

Überschrift:

Kommentar:

RSS-Feed
winkelschreiber-Hauptseite
Archiv
Deutsche Gesetze im WWW

Anbieter im Sinne des TDG/MDStV und Urheber nicht gekennzeichneter Artikel:

Mark Obrembalski
Sommerhalde 10
72070 Tübingen
Tel. 07071/308662
E-Mail: markobr@web.de