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Dienstag, 23. August 2005

Medienrecht

Vergangenheitsbereinigung, Abteilung untauglicher Versuch

Ein Rechtsanwalt war vor Jahren als Student in einer rechtslastigen Gruppierung tätig (bei dem urdeutschen Namen Rogozenski, den der Herr trägt, liegt das ja nahe...) und war damals auch als Mitglied dieser Gruppe an die Öffentlichkeit getreten. Dies erwähnte damals auch eine wohl eher linke Gruppierung in einer ihrer Veröffentlichungen. Die Website nadir.org nahm einen Auszug aus dieser Publikation in ihr Online-Archiv auf, wo der Name dieses Anwalts in letzter Zeit wohl wenigen aufgefallen sein dürfte.

Offenbar immer noch zu vielen - oder etwa zu wenigen? Jedenfalls klagt Herr Rogozenski nun gegen den Anbieter von nadir.org auf Entfernung dieser Namensnennung. Und prompt gibt es einen Artikel in telepolis zum Thema, der vermutlich weit mehr Leser findet als der ursprüngliche Archiveintrag. Und nadir.org schreibt einen Artikel bei indymedia über die Klage. Auch diverse andere Websites berichten über den Fall, und ins Usenet hat er es auch geschafft. Und jetzt steht er halt auch noch im Winkelschreiber.

Falls der Rechtsanwalt wirklich erreichen wollte, dass die Öffentlichkeit nichts mehr über die alte Geschichte mitbekommt, ist seine Aktion wohl gescheitert. Aber vielleicht handelt es sich ja auch um eine besondere Form der Öffentlichkeitsarbeit für eine Kanzlei, die auch früher schon in Webforen und Blogs (Jurabilis, law blog, Transblawg u.a.) auf besondere Weise von sich reden machte.

Kommentare

Von Claudia

(kein Titel)

Gut gemacht, Herr Winkelschreiber!


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