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Dienstag, 3. Februar 2004

Gesetzgebung

Oh shit - Begriffsbestimmungen der besonderen Art

Begriffsbestimmungen, also Definitionen von Ausdrücken zu einem bestimmten Gesetz erfreuen sich bei Gesetzgebern weltweit großer Beliebtheit. Seltsam kann es werden, wenn sich der zu definierende Begriff einer hübschen Definition entzieht. Das hat in Deutschland etwa zu den Anlagen 1 bis 3 des Betäubungsmittelgesetzes geführt. Den Vogel unfreiwillig abgeschossen hat nun aber der republikanische Abgeordnete Doug Ose im US-Repräsentantenhaus. Er will einer rundfunkrechtlichen Bestimmung Regelbeispiele für die Bedeutung von 'profane language' (etwa: 'unflätige Sprache') hinzufügen. Und so ist im Entwurf zu lesen:

As used in this section, the term `profane', used with respect to language, includes the words `shit', `piss', `fuck', `cunt', `asshole', and the phrases `cock sucker', `mother fucker', and `ass hole', compound use (including hyphenated compounds) of such words and phrases with each other or with other words or phrases, and other grammatical forms of such words and phrases (including verb, adjective, gerund, participle, and infinitive forms).

Man beachte besonders die umfangreichen Ausführungen zu Wortbildungsmöglichkeiten in der englischen Sprache. Wäre es wohl sehr unparlamentarisch, den Entwurf als 'bullshit' zu qualifizieren?

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